Review - Rock Hard 7 / 10: Ein starkes Lebenszeichen!

Sonntag, den 31. Januar 2010 um 11:35 Uhr

"Zu ihren Einflüssen zählen THARSYS u.a. Lacuna Coil, Anathema, Paradise Lost und My Dying Bride. Und genau diese Acts sowie die alten The Gathering hört man auf der dritten Veröffentlichung der Sauerländer auch mehr oder weniger heraus. Allerdings wird hier bei den Genregrößen nicht billig abgekupfert, sondern deren Ergüsse werden mit eigenen Ideen erweitert. Herausgekommen ist ein gelungenes Album, bei dem Melancholie und musikalische Vielfalt geschickt verbunden werden. Dominierend ist dabei das männlich-weibliche Gesangsduo Sara Lauhoff/Frank Kronnagel, das Akzente setzt und das Songmaterial abrundet. Weniger gelungen ist dagegen die optische Umsetzung. Das kindische Cover und auch die elektronische Präsenz (MySpace/Homepage) sind ausbaufähig. Ansonsten ein starkes Lebenszeichen des Sextetts, das Genrefreunde ansprechen dürfte."
   

Review - Legacy 13 / 15: Applaus für diese tolle Platte!

Samstag, den 30. Januar 2010 um 14:26 Uhr

"Es macht ganz den Anschein, dass sich THARSYS Release-technisch dem Tempo ihrer Musik anpassen. Seit dem letzten Output sind immerhin sechs Jahre ins Land gezogen, in denen die überzeugten Eindrücke des „Mortal“ betitelten Demos fast wieder in Vergessenheit geraten sind. Doch den Arnsbergern gelingt es auf „Under Her Dead Hands“ geradezu spielerisch, den Faden wieder aufzunehmen, eine vergleichbar traurige Atmosphäre zu kreieren und ohne Pathos ein musikalisches Konzept zu erstellen, dem man nach wenigen Minuten bereits bedingungslos erlegen ist. Dabei zeigt sich weiterhin, dass die Band aus den vereinzelten Schwächen der Vergangenheit gelernt hat; der Wechselgesang funktioniert weitaus besser, und auch die Dynamik kommt gerade in den härteren Stücken des neuen Albums viel besser zur Geltung. Stilistisch ist die Bandbreite hingegen noch weiter ausgedehnt worden. Die Gothic/Doom-Tendenzen weichen einem düstermetallischen Fundament, das hin und wieder auch von einigen Todesblei-Riffs getragen wird, im nächsten Moment aber auch wieder in den rein akustischen Bereich abdriftet und dort mit melancholischen Ansätzen im Stile von My Dying Bride und Anathema verzaubert. Insbesondere der epische Longtrack ,Master Of Humanity’ und das grandiose ,Black’ schwimmen hier auf einer Welle, deren eleganter Gang geradewegs von der Insel initiiert wurde. Fraglich ist jetzt nur, ob dieser immense Fortschritt auf Kosten der Geduld gehen muss, wobei der Austritt aus dem Demo-Stadium vielleicht auch den letzten Kick gegeben hat. Mit „Under Her Dead Hands“ haben THARSYS jedenfalls ein echtes Schwergewicht im düsteren Bereich verankert, und das mit einer homogen inszenierten Vielfalt, die man ansonsten nur von den vermeintlich Großen kennt. Applaus nach Arnsberg für diese tolle Platte!"" (BB)
   

Review - Metal Hammer 4 / 7: Den richtigen Weg gefunden!

Freitag, den 29. Januar 2010 um 10:15 Uhr

"Wie heißt es so schön: Diese Band kann man nicht beschreiben, man muss sie einfach erleben. Versuchen wir es trotzdem - und zwar mitten in ihrer ureigenen Klangwelt, irgendwo zwischen melancholischen Gefühlskratern der Katatonia-Kategorie und dem mittlerweile doch schon etwas angestaubten "Beauty And The Beast"-Märchenschloss. Genau dort fristet nämlich das Sauerländer Sextett mit UNDER HER DEAD HANDS sein momentanes Dasein, nachdem die bisher - recht austauschbaren - Tharsys-Geschosse im unnachgiebigen Kugelhagel der Düster-Konkurrenz höchstens ein Strohfeuer entfachen konnten. Dieses wird mittlerweile durch hörbar gereifte Einsprengsel wie dezente Death Metal-Growls oder stimmige Pop-Elemente weiter erfolgreich angefacht, was für die neun charakterstarken Kompositionen nur ein Fazit zulässt: Hier hat jemand endlich den richtigen Weg gefunden. Bis zum Erreichen des dazugehörigen Ziels braucht es allerdings noch ein paar Band-interne Album-Meilen(steine). Kuriositätensammler werden dennoch bereits jetzt viel Vergnügen an diesem recht ungewöhnlichen Werk haben."
   

Review - E.M.P.: Eine Klasse-CD!

Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 14:56 Uhr

"Mal sinfonischer, mal bis in Todesblei-Härtegrade vorstoßender Gothic-Metal aus dem Sauerland. Abwechslungsreichtum und Stilvielfalt sind auch beim männlichen und weiblichen Gesang Trumpf....Beinahe zehn Jahre nach ihrem Debüt „Zeitsein“ bzw. über sechs Lenze nach dem Zweitwerk “Mortal” kommt hier nun das dritte Album der sechsköpfigen Band aus Arnsberg. Geboten wird weiterhin vielschichtiger Gothic Metal mit sowohl männlicher als auch weiblicher Stimme. Der große Trumpf der streckenweise sehr langen Tracks ist ihr immenser Abwechslungsreichtum. Die Band kommt uns mal wunderbar hymnisch-sinfonisch („Infernal love“), dann wieder mit an lupenreinen Death Metal heranreichender Härte. Zu dieser Vielfalt trägt natürlich auch der Gesang bei – speziell der von Frank Kronnagel. Seinen beeindruckendsten Auftritt hat der Frontmann beim majestätischen „Master of humanity“. Hier komplimentiert er mühelos alle Tempo- und Genrewechsel mit sowohl aggressivem Power-Metal-Shouting, rauen Growls als auch cleanem Balladen-Gesang. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass das leicht jaulige Organ seiner auch die Keyboards bedienenden Partnerin Sara Lauhoff schon mal etwas anstrengen kann. Eine Klasse-CD für alle, denen etwa Theatre of Tragedy längst nicht mehr heavy genug sind."
   

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